Marathonlauf für bessere Chancen auf Arbeitsmarkt
Presse, Marathon 2008Berufsbildungswerk sucht Sponsoren – Führerschein-Projekt
Das Berufsbildungswerk (BBW) ist in Bewegung. Seit Anfang Dezember trainieren 30 Jugendliche für ein Ziel – den iWelt-Marathon am 27. April in Würzburg. Mit der Teilnahme will die Einrichtung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Fitness der Auszubildenden verbessern und durch Unterstützung von Sponsoren deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Vor Beginn des Trainingsprogramms gab es eine ärztliche Untersuchung und eine Überprüfung der Fitness. „Dabei wurden zum Teil erhebliche gesundheitliche Probleme entdeckt“, erklärte BBW-Ausbildungsleiter Alfons Thiele, der selbst erfahrener Marathonläufer ist. Nach Ausstattung mit Laufschuhen und Pulsuhren bildeten sich eine Läufer- sowie eine Walkinggruppe mit jeweils 15 Mitgliedern.
Unter fachkundiger Anleitung trainieren die Jugendlichen nun schon seit vier Monaten zweimal pro Woche. Darüber hinaus führte das BBW im Internat „spezielle Ernährungseinheiten“ ein und schaffte einen Trinkwasserspender an, weil bei mehreren Jugendlichen ein viel zu geringer Wasseranteil im Körper gemessen wurde.
„Für unser Projekt suchen wir noch dringend Sponsoren“, sagt Liane Klemm, die beim BBW zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit ist. Denkbar wären Spenden für jeden gelaufenen Kilometer. Die Jugendlichen würden selbstverständlich auf ihren T-Shirts Werbung für die Sponsoren machen. Bisher fördern das Autohaus G.V.O, Laufstil und Time Gallery die Maßnahme.
Kochlöffel mit Lauf-Geschichte
Liane Klemm zauberte noch eine außergewöhnliche Idee aus dem Laufschuh. „Unsere Teilnehmer könnten beispielsweise mit von jemandem zur Verfügung gestellten Socken oder einem anderen Kleidungsstück laufen.“ Das BBW plant zusätzlich eine weitere Sponsoring-Variante. Die Jugendlichen nehmen während des Laufs einen Gegenstand mit, der am 5. Mai bei der Einweihungsfeier des Markushofs in Gadheim versteigert wird. Die Meistbietenden dürfen sich dann beispielsweise über einen Kochlöffel freuen, der eine Halb- oder Marathonstrecke hinter sich hat.
Die Spenden kommen dem bundesweit einmaligen Projekt „Freie Fahrt ins Berufsleben“ zu Gute. „Aus Erfahrung wissen wir, dass heutzutage eine abgeschlossene Ausbildung für eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt nicht mehr reicht“, betonte Klemm. Bäcker, Gärtner oder Fachkräfte in Hotel und Gastronomie benötigten für die Ausübung ihres Berufs unbedingt Führerschein und Auto. Deshalb unterstützt das BBW seit vergangenem September die Lehrlinge während ihrer Ausbildung beim Erwerben der Fahrerlaubnis.
Doch damit nicht genug: Weil die meisten im BBW betreuten Jugendlichen aus mittellosen Familien stammen, fehlt ihnen das Geld für einen Pkw. Aus diesem Grund stellt ihnen das BBW für ein Jahr zu sehr günstigen Bedingungen ein Auto zur Verfügung.
Weitere Informationen gibt es bei Liane Klemm unter Tel. (0931) 4 19 21 34.
Main Post Franz Nickel vom 19.3.2008
19.03.2008





