Lauf-Talent Stöckert, Ostheimer zeigt in Würzburg sein Potenzial
Presse, Marathon 2008Beim Würzburger iWelt-Marathon am Sonntag war nicht nur die Strecke neu erstmals wurde auf einem Ein-Runden-Kurs gelaufen , auch das sportliche Konzept hat sich geändert. Wurde früher stets Wert auf schnelle Läufer gelegt und dafür auch einiges Geld ausgegeben, so setzen die Organisatoren jetzt in erster Linie auf den Breitensport. Antrittsgelder für Top-Läufer sind beim Würzburger Marathon Geschichte und verpönt.
Grundsätzlich auf Spitzenzeiten verzichten muss man in der Domstadt deswegen aber nicht. Vielleicht schnürt Kidus Gebremeskel, der Wahl-Würzburger aus Äthiopien, ja im nächsten Jahr zum vierten Mal seine Schuhe und präsentiert sich dann in stärkerer Form als diesmal, wo er trotz des Sieges in 2:27:10 Stunden etwa zehn Minuten hinter seinem Plan herlief. Oder eines der Talente aus der Ostheimer Lauf-Schmiede von Arzt und Langlauf-Guru Eberhard Helm entwickelt sich zu einem Top-Marathonläufer zum Beispiel Manuel Stöckert.
Das Potenzial dazu hat der 19-Jährige zweifellos. Am Sonntag gewann Stöckert den Halb-Marathon in persönlicher Bestzeit von 1:08:40 Stunden. Eine Zeit, die den Ostheimer unter die besten Acht in Deutschland hievt und mit der er vor drei Wochen in Calw deutscher Juniorenmeister geworden wäre. Es war aufregend und hat mir total viel Spaß gemacht, beschrieb Stöckert seinen Lauf, den er 19 Kilometer lang quasi Schulter an Schulter mit dem Äthiopier Gebremeskel bestritt. Noch fühlt sich Stöckert zu jung, um schon einen schnellen Marathon anzugehen. Aber in zwei, drei Jahren will er es versuchen. Über eine Premiere in Würzburg würden sich nicht nur die hiesigen Organisatoren freuen.
MainPost 28.04.08
28.04.2008





