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Drei neue Streckenrekorde in Würzburg

Presse, Marathon 2011

„Der elfte iWelt-Marathon war der beste aller Zeiten“

Von solchen Zeiten hätte der Organisationsleiter nicht zu träumen gewagt: Gleich drei Sonderprämien für Streckenrekorde musste Günter Hermann nach Abschluss des 11. iWelt-Marathon Würzburg am 15. Mai auszahlen – und er tat es gerne. Belegen die schnellen Zeiten der Sportlerinnen und Sportler aus Ostafrika doch eindrucksvoll, dass der neue Zweirundenkurs nicht nur Würzburg von seiner schönsten Seite zeigt, sondern auch sehr gute Ergebnisse zulässt.

2:14:12 Sunden lautet die neue magische Marke des iWelt-Marathons. In dieser Zeit bewältigte der Kenianer Titus Kipchumba Kosgei die 42,195 Kilometer und pulverisierte damit die neun Jahre alte bisherige Bestmarke um eineinhalb Minuten. Damit lief er bei optimalen Witterungsbedingungen ein einsames Rennen, der zweitplatzierte Äthiopier Yigzawe Debas Tefera hatte bereits über sechs Minuten Rückstand. Auf dem dritten Rang kam mit Ulf Sengenberger der erste Deutsche ins Ziel.

Kurz nach dem für Regensburg startenden Kitzinger erreichte bereits die erste Frau das Ziel vor dem Würzburger Congress Centrum: Mihiret Anamo Antonios aus Äthiopien lief dabei in 2:39:57 die zweitschnellste jemals in Würzburg erzielte Zeit – und ärgerte sich ein wenig über den verpassten Streckenrekord. Vor einer Woche sei sie erst die 25 km in Berlin gelaufen, diese Vorbelastung habe ihr noch etwas in den Knochen gesteckt, erklärte sie im Anschluss. Überglücklich war dagegen die Zweitplatzierte. Carolin Gläser aus Apolda feierte in 2:43:56 ein erfolgreiches Marathon-Debüt und lobte im Anschluss die wunderschöne und stimmungsvolle Strecke. Den dritten Rang erreichte mit der Karlstädterin Dana Janas eine Läuferin aus der Region.

Rekorde auch im Halbmarathon

Im Halbmarathon der Männer war Charles Korir aus Kenia mit der klaren Zielsetzung ins Rennen gegangen, einen neuen Streckenrekord aufzustellen. Entsprechend schlug er ein schnelles Tempo an, das auch seine Landsleute nicht lange mithalten konnten. Nach 1:03:50 Stunden blieb die Uhr für ihn am Ende eines einsamen Rennes schließlich stehen, der alte Streckenrekord im Halbmarathon war Geschichte. Auf den nächsten Rängen folgten mit Ben Masai und Maswai Samwel zwei weitere Kenianer, ehe mit dem Ostheimer Manuel Stöckert der erste Sportler aus der Region folgte.

Schnellste Frau über die Halbmarathonstrecke war eine Trainingskameradin des Männersiegers. Caroline Kwambai distanzierte ihre Landsfrau, Vorjahressiegerin Christine Chepkemei, deutlich und freute sich ebenfalls über einen neuen Streckenrekord. Dabei war sie den Würzburger Halbmarathon in erster Linie als letzten Trainingslauf eine Woche vor einem geplanten Marathonstart in Riga angegangen. Aber die schöne Strecke motivierte sie so sehr, dass sie schließlich eine Topzeit erzielte – auch wenn ihr der Anstieg im Stadtteil Frauenland nicht ganz leicht gefallen sei, berichtete sie im Ziel. Dritte Frau im Halbmarathon wurde Lokalmatadorin Carmen Klenk.

3.600 glückliche Sportler

Noch wichtiger als die hervorragenden Ergebnisse der Spitze waren für Organisationsleiter aber die glücklichen Gesichter fast aller 3.600 Sportlerinnen und Sportler zwischen 2 und 87 Jahren, die über die verschiedenen Distanzen an den Start gingen. Obwohl die Teilnehmerzahlen ihn zwar zufrieden stellten, aber nicht begeisterten, sprach er auf der Pressekonferenz vom „besten Würzburg-Marathon aller Zeiten“. „Wir stellen hier ehrenamtlich eine gute Veranstaltung auf die Beine, von der die Stadt profitiert“, erklärte er weiter.

„Ich bin den Würzburgern so dankbar für diesen wunderbaren Lauf“ sprach Britta Petersen wohl vielen Läufern aus der Seele. Der Lauf der Hamburgerin selbst war allerdings einzigartig. Nach vier Operationen mit Knochenmarkspenden feierte sie beim Würzburger Halbmarathon ihr Comeback auf der Langstrecke. Wie auch die Sportler aus dem Team 21 von Läufern mit Downsyndrom demonstrierte sie eindrucksvoll, das Laufen ein Freizeitvergnügen für jedermann ist. Ein Marathon vorbei an den Sehenswürdigkeiten Würzburgs stellt dabei für junge und alte, schnelle und langsame Läufer ein ganz besonderes Erlebnis dar.

15.05.2011

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